Bewerbungstipps
Die schriftliche Bewerbung
Die schriftlichen Unterlagen sind Ihre Visitenkarte
und machen den ersten Eindruck aus. In der heutigen Zeit ist eine E-Mail
Bewerbung sehr gebräuchlich und hat keine Nachteile gegenüber einer
auf herkömmlich postalischem Wege versendeten. Schnell und einfach zu
versenden, das müsste die Jobchance an und für sich erhöhen, wieso
mag es dann einfach nicht klappen?
Haben Sie sich das schon gefragt? Wenn ja, lesen Sie
mehr zum Thema:
So einfach wie die Versendung ist, so viel mehr Wert
wird auf ein tadelloses Erscheinungsbild gelegt. Die generelle Kleinschreibung, die im
Internet gebräuchlich und umgangssprachlich ist, hat sich in der Geschäftskommunikation noch nicht durchgesetzt. Bitte nehmen Sie Abstand von bunten, kreativen Hintergründen. Bedenken Sie,
dass Ihre Bewerbungsunterlagen für ein Interview ausgedruckt werden. Ebenso nicht mehr als drei gängige Schriftarten innerhalb der gesamten
Bewerbung verwenden (außer Sie bewerben sich als Font-Designer und legen
Proben bei).
>>> Lassen Sie Ihren Lebenslauf Korrektur
lesen
Ein Motivationsschreiben oder Zeugnisse sind auf Verlangen
zu senden. Wird ausdrücklich nach einer vollständigen Bewerbung verlangt,
dann sind die Zeugnisse eingescannt mitzusenden. Das beinhaltet die letzten Dienstzeugnisse und das Zeugnis über die höchste abgeschlossene Ausbildung. Eine Bewerbung mit bis zu zehn Seiten ist optimal. Sollten Sie sehr viele Dienstzeugnisse haben, dann ist es ausreichend, die letzten Fünf einzuscannen mit einem Vermerk: "Dass weitere Zeugnisse auf Wunsch gerne nachgereicht werden". Ein knappes und freundliches Anschreiben mit Hoffnung zur Einladung zum Interview rundet die Bewerbung ab.
>>> Kontrollieren Sie die Größe Ihres Dateianhanges,
max. 4 MB
Ein tabellarisch erstellter Lebenslauf enthält sämtliche
Daten von dem Bewerber oder Bewerberin. Dazu zählen persönliche Daten
wie Geburtsdaten, Familienstand und Wohnort, alle Dienstzeiten (im Format
MM/JJJJ) werden chronologisch angeführt. Damit ist gemeint, dass die
zuletzt ausgeübte Tätigkeit zu allererst angeführt wird mit Angabe des
Dienstgebers, der Positionsbezeichnung und des Dienstorts. Ob Sie eine
Kurzbeschreibung der Tätigkeiten anführen, bleibt Ihnen überlassen.
Es ist üblich, den Lebenslauf mit dem aktuellen Datum zu versehen und
zu unterfertigen. Mit Ihrer Unterschrift signalisieren Sie, dass die
Daten wahrheitsgetreu und vollständig sind.
>>> Vollständigkeit der Daten
Wichtig! Der Spruch: "Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte"
sollte mittlerweile bekannt sein. Bitte nur professionelle Bewerbungsfotos
verwenden. Achten Sie auf Ihre Körperhaltung beim Bewerbungsfoto
und, was Sie damit ausdrücken möchten. Verschränkte Arme oder eine Hand
in der Hosentasche mag zwar für manchen sehr lässig und selbstbewusst
erscheinen, trägt allerdings sehr wenig zum Sympathiebonus beim Betrachter
oder der Betrachterin bei. Künstlerische Fotos, Fotos, auf denen Sie
exaltierte Kleidung tragen, Fotos mit dem Lieblingshaustier, Familienfotos,
Urlaubsbilder sind nicht zweckmäßig, lassen die Bewerbung jedoch nachhaltig
in Erinnerung beim Gegenüber, deswegen bitte verwenden Sie ein
>>> professionelles Bewerbungsfoto!
Hobbies sind immer sehr nett zu lesen. Überhaupt, dann
wenn es sich nicht um die Klassiker wie "Lesen, Radfahren und Schwimmen"
handelt. Erfreuen Sie den Personalverantwortlichen oder die Personalverantwortliche
mit der Information über Ihre Hobbies. Mitgliedschaften können sich
positiv oder sehr negativ auswirken. Nur anführen, wenn Sie sich wirklich
davon einen Pluspunkt erwarten. Referenzen können Sie anführen, jedoch
bitte achten Sie auf die Aktualität der Daten oder vermerken Sie "gerne
auf Anfrage", das signalisiert Bereitschaft, ist jedoch zu diesem
Zeitpunkt unverbindlich und kann im Eventualfalle individuell gestaltet
werden.
Und, wenn Ihr Qualifikationsprofil noch dem Anforderungsprofil zu mindestens
80 Prozent entspricht, dann steigt die Chance diesen Job zu bekommen.
Zuerst wird aller Wahrscheinlichkeit nach noch ein Interview zu absolvieren
sein.
Das Interview
Geschafft! Anruf des Personalverantwortlichen wegen
Terminvereinbarung.
Die Terminvereinbarung kann sehr kurz gehalten werden.
Sie sind gerade in der Arbeit und es gibt hellhörige Kolleginnen, dann
bieten Sie einen Rückruf an.
Der Spruch, die Kleidung immer eine Hierarchiestufe
über der Position, für die man sich bewirbt, auszuwählen, das hat schon
was.
>>> Gepflegtes Äußeres
Haben Sie Lampenfieber und sind nervös vor dem Interview?
Der Tipp ist hier: üben, üben und üben Sie das Gespräch
und gehen Sie mögliche Fragen durch. Je vertrauter Sie mit der Situation
sind und je sicherer Sie werden, desto alltäglicher kommt Ihnen die
Situation vor.
Eine gute Vorbereitung über die Anreise, Einschätzung
der Fahrtzeit, das Googlen über Ihren Interviewpartner und das suchende
Unternehmen gehört zum Standardrepertoire.
>>> Gute Vorbereitung
Sind Sie dann am Anfang des Interviews trotzdem nervös?
Dann kommt jetzt eine gute Nachricht: Ein bisschen Nervosität ist sogar
ganz gut, es zeigt dem Gegenüber, dass Sie unbedingt diesen Job haben
möchten.
>>> Anfangsnervosität ist gut
Die erfolgreichsten Bewerberinnen und Bewerber sind
jene, die sich beim Interview natürlich, bescheiden und freundlich geben.
>>> Natürlichkeit, Bescheidenheit und Freundlichkeit
Wenn Sie etwas nicht oder nicht so gut können, dann
geben Sie dies zu. Man kann ja nicht alles können. Insbesondere könnte
sich ein "sehr gut" bei einer Fremdsprache als Bumerang erweisen.
In jenem Fall nämlich, wenn Ihr Gesprächspartner diese Sprache wirklich
"sehr gut" beherrscht.
>>> Ehrlichkeit
Das Hearing
Wenn Sie es bis hierher geschafft haben, erst mal herzlichen
Glückwunsch.
Sie sind unter den Top 5 auf der sogenannten Shortlist.
Es erwartet Sie ein ungefähr 1,5 stündiges Interview, wo Sie eine Fallstudie
ausarbeiten und diese vor einem größeren Auditorium, bestehend aus den
Entscheidungsträgern und Entscheidungsträgerinnen des suchenden Unternehmens
und Ihrer Personalberaters oder Personalberaterin, präsentieren.
Ein Geheimrezept für einen perfekten Auftritt liegt
wieder in der Vorbereitung über Ihren möglichen zukünftigen Arbeitgeber.
Wenn Sie Informationen über Produkte oder Dienstleistungen,
Abnehmer bzw. Kundenzielgruppen sammeln und sich den letzten Jahresbericht
ansehen, dann haben Sie eine gute Ausgangsbasis. Eine Internetrecherche
über aktuelle und geplante Projekte und die Durchsicht der letzten Pressemeldungen
sollten nicht fehlen. Hierauf wird gerne die sogenannte "Case Study"
aufgebaut.
>>> Recherche der aktuelle Nachrichten
Stellen Sie Nachforschungen zur Unternehmenskultur
an. Eine tolle Sache ist es, wenn der Bewerber oder die Bewerberin die
Unternehmenswerte gelesen hat und diese in die Präsentation einbauen.
>>> Recherche Unternehmenskultur
Die Entscheidung
Yes or No.
Bei einer Absage ist die Enttäuschung umso größer je
höher der Aufwand für und die Attraktivität der Position war. Die Absage
ist immer damit verbunden, dass es ein Anforderungsprofil und Ihr Qualifikationsprofil
gibt. Diese gleichen sich in den wenigsten Fällen zu 100%. Daher ist
mit einem abschlägigen Bescheid keine Wertung Ihrer Fähigkeiten und
Kenntnisse verbunden, sondern dass es einen Bewerber oder eine Bewerberin
gibt, wo das Qualifikationsprofil näher dem Anforderungsprofil ist. Das Anforderungsprofil ist mehrdimensional. Es umfasst die Ausbildung,
die erworbene Berufserfahrung, Sprachkenntnisse, EDV Fertigkeiten und
sonstige Fähigkeiten und ganz wichtig, die Soft Skills. Das sind jene
Persönlichkeitseigenschaften, die bei dem einen oder bei der anderen
weniger oder mehr ausgeprägt sind.
Sind Sie die Nummer eins nach dem Interview, dann ist
es usus, dass das Unternehmen einen Entwurf des Dienstvertrages unterbreitet.
Lesen Sie diesen sorgfältig und gewissenhaft durch. Lassen Sie sich
nicht bei der Unterzeichnung unter Druck setzen, sondern diskutieren
Sie höflich und mit dem notwendigen Backgroundwissen die Punkte des
Dienstvertrages, wo Sie nicht zustimmen können und finden Sie eine für beide
Seiten akzeptable Formulierung. Das zeigt dann nicht nur Wissen und gute
Vorbereitung sondern auch Verhandlungsstärke, und Ihr zukünftiger Arbeitgeber
ist in seiner Meinung bestärkt, dass er mit Ihnen die beste Wahl getroffen
hat.
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